Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Jakobus Reinsdorf
Rowena Jugl

Straße der Befreiung 137

08141
Reinsdorf

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St. Jakobuskirche zu Reinsdorf

Kirche

Historisches

Wann die erste Kirche in Reinsdorf erbaut wurde, kann urkundlich nicht nachgewiesen werden, doch es ist gewiss, dass Reinsdorf schon im Jahr 1345 eine Pfarrkirche zur Amtszeit Pfarrer Heinrichs besaß. Sie war dem heiligen Jakobus gewidmet.

Ende des 17. Jahrhunderts war sie so baufällig, dass sie abgetragen wurde. Zwischen 1691-1693 wurde sie neu aufgebaut. Es soll eine Saalkirche gewesen sein mit einem schlichten Inneren. Während eines heftigen Gewitters am 28. Juni 1783 wurden Turm und Orgel durch Blitzschlag stark zerstört. Außerdem wurde diese Kirche im Laufe der Zeit so baufällig, dass eine Reparatur nicht mehr möglich war.

Zudem wuchs in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Gemeinde so sehr, dass die Kirche ihre Kirchgänger oft nicht fassen konnte. Darum wurde der königliche Baurat Dr. Mothes beauftragt, einen Entwurf für eine neue Kirche vorzulegen. So entstand unsere heutige Kirche im neugotischen Baustil. Baubeginn war im Herbst 1889. Fertig gestellt wurde sie im Herbst 1891. Die neue Kirche wurde östlich an den Turm angebaut, so dass die Gottesdienste bis zur Fertigstellung in der alten Kirche weiterhin stattfinden konnten. Am Bau beteiligt waren Baumeister Wilhelm Junghans, Baumeister Lieske und Bauunternehmer Emil Haupt. Gebaut wurde im Ziegelrohbau mit Agaer Verbundsteinen in hellroter Farbe.

Der alte Turm blieb zwar teilweise stehen, ist aber nicht mehr in seiner äußeren Form erkennbar. Er wurde mit starken Strebepfeilern versehen, mit Verblendern umkleidet und höher gebaut. Der schöne schlanke Turm erreicht eine Gesamthöhe von 52 Metern.
Die acht Säulen am Rundgang wurden aus Sicherheitsgründen in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts abgenommen und bei der Sanierung 1995 aus Kostengründen nicht erneuert.

Altar

Der Altar

Der Altar, aus Sandstein gefertigt, trägt einen gotischen hölzernen Aufbau mit lebensgroßen Statuen.

Der Altar ist ein besonderes Prachtstück. Der Altartisch ist aus Sandstein, der gotische Aufbau aus Holz. Geschaffen wurde der Aufbau mit seinem Masswerk und den Figuren Christus, sowie den vier Evangelisten in der Münchner Werkstatt des Schnitzers F.X. Ritzler für die "neue Kirche" von 1891.

Fenster 1

Die Fenster

Die Bleiglasfenster im Altarraum stellen das Leben Jesu dar. Angefangen von seiner Geburt, gefolgt von seiner Kindheit (der zwölfjährige Jesus im Tempel), sowie seiner Leidensgeschichte, bis hin zu seiner Auferstehung, der Himmelfahrt Christi und der Ausgießung des Heiligen Geistes.

Inhaltlich gerahmt wird die Geschichte Jesu von der Gemeinde vor Ort: die Arbeiter auf dem Acker und die feiernde Gemeinde zu Erntedank.

Auf dem mittleren Fenster zeigt sich außerdem das Wappen des Grafen Solms zu Wildenfels, da Reinsdorf damals zur Grafschaft Wildenfels gehörte.

Auch auf den Emporen fasst das Gemäuer Bleiglasfenster. Diese berichten von der schweren Arbeit des Bergmanns. Bauernstand und Bergwerk waren die beiden wichtigsten Erwerbszweige des Ortes.

Die klugen und die törichten Jungfrauen

Die Gemälde

Die beiden Gemälde an der Stirnseite zeigen links: Die klugen und die törichten Frauen und rechts: Jesus segnet die Kinder. Seit 1939 hängen die Gemälde in der Kirche.

Jesus segnet die Kinder

Alle dargestellten Personen sind Reinsdorfer, u.a. die beiden amtierten Pfarrer und die Malerin selbst, Frau Mathilde Ebert. Schüler der Mittelschule Reinsdorf forschten 2001 nach den abgebildeten Personen und machten viele von ihnen ausfindig. Es wurden Daten gesammelt und der Lebensweg herausgefunden.

Adventsmusik

Das Gestühl

Das Gestühl ist aus Eiche und bietet ca. 950 Plätze. In den Jahren 1974-1976 wurde unser Gotteshaus von Malermeister Siegfried Tröger aus Bärenwalde renoviert.

Die Orgel

Die Orgel

Die Orgel wurde kurz nach der Fertigstellung der Kirche (1891) von der Firma E. Müller aus Werdau in einen Gewölbebogen des Turmes (Westseite) eingebaut, jedoch schon 1911 von der Dresdener Orgelbaufirma Jehmlich grundlegend verändert.

Die Orgel ist pneumatisch und hat romantischen Charakter. Sie verfügt über 33 klingende Register, 4 Koppeln und ca. 2000 Pfeifen.

Zwei Register und eine Koppel sind seit der Kriegsabgabe von 1917 nicht mehr vorhanden. Orgelbauer Rietzsch arbeitete in den Jahren 1980-1983 an der Erneuerung unserer Orgel, die ursprünglich von dem Orgelbauer E. Müller aus Werdau und von der Dresden Orgelbaufirma Jehmlich in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts weitestgehend umgebaut wurde.

Glocken

Die Glocken

Seit 1956 hat unsere Kirche drei Stahlglocken. Die alten Glocken wurden zu Kriegszwecken eingeschmolzen bzw. wurde die übrig gebliebene Bronze-Glocke der Gemeinde Pöhlau für die neu entstandene Michaelis-Kapelle überlassen. Trauriger Weise wurde diese Glocke dann eingeschmolzen und durch eine neue ersetzt.

Kirchenbesichtigung:

Anfrage über das Pfarramt oder Pfarrerin Jugl.

Kirchenansichten

Quelle: http://kirchgemeinde-reinsdorf.de/St._Jakobuskirche_zu_Reinsdorf

Kontakt

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